Einführung und Geschichte

Im Jahre 1870 wurde in Paderborn die erste Firma Ochsenfarth als Malerbetrieb gegründet, der zunächst rein handwerkliche Arbeiten ausführte und sich auf die Lackierung von Kutschwagen und Gestühl spezialisierte.

Erst nach dem II. Weltkrieg wurde das Tätigkeitsgebiet des Betriebes um die Aufgaben der Denkmalpflege erweitert. Dazu konnten zahlreiche Restauratoren und Denkmalpfleger ausgebildet und angeworben werden, die in den nachfolgenden Jahren an Objekten weit über die Grenzen Paderborns hinaus eingesetzt wurden.  Unter dem Leitsatz “Historische Werte für die Zukunft erhalten” wurden dann bis zum Jahre 2000 diverse  Sakral- und Profanbauten mit zugehörigen Fassaden und Innenräumen restauriert, instandgesetzt oder wiederhergestellt.

Ein weiterer und wesentlicher Anteil der Arbeiten bestand in der Restaurierung von  historischen Ausstattungen in Kirchen oder auch öffentlichen Bauten, die sich überwiegend in der Bearbeitung von Altären, Orgeln, Kanzeln, Bildstöcken und Beichtstühlen zeigte, aber auch in der Konservierung von Skulpturen oder Gemälden aus dem Fundus von Museen und Privatleuten. Das bewegliche Mobiliar wurde dabei überwiegend vor Ort abgebaut und in die heimischen Werkstätten transportiert.

Ab 1990 erfolgte dann die Dezentralisierung der Firma, indem neue Standorte mit Büros oder Werkstätten in Erfurt, Köln, Lübeck und Berlin eingerichtet wurden. Leider erwies im Jahre 1998 ein Großprojekt in Berlin (BMB) als sehr verlustreich, sodass die Firma die lfd. Kosten nicht mehr erwirtschaften konnte und 2 Jahre später Insolvenz einreichen mußte. Der daraus resultierende Gesamtschaden ist noch heute spürbar.

Dennoch fand im Jahre 2003 ein reduzierter Neuanfang statt, indem im Vorort Marienloh eine neuerworbene Lagerhalle zum Restaurierungsatelier umgebaut werden konnte. Darin wurden in den nachfolgenden Jahren die notwendige Arbeitsräume mit Depot und ein Archiv eingerichtet. Als Schwerpunkt der neuen Firma Ochsenfarth wurde seit dieser Zeit die Restaurierung von historischen Ausstattungen, Skulpturen und Gemälden gewählt. Auf den Bereich der Baudenkmalpflege, Kirchenmalerei und Steinsanierung wurde ganz verzichtet. Das Arbeitsteam besteht deshalb nur aus 2 Mit-arbeitern, für größere Arbeiten werden diverse freie Mitarbeiter eingebunden.