Die Apokalyptische Frau von der Sonne umkleidet

Inhalt kurzgefasst

Der Glaube an den dreifaltigen Gott ist in der heutigen Zeit nicht einfacher geworden. Durch den aktuellen Priestermangel und die zahlreichen Austritte aus der Kirche wird das Leben in den kirchlichen Gemeinden sehr erschwert. Die moderne Zeit fordert ihren Tribut, nicht zuletzt durch den unbedingten Fortschrittsglauben und die heutigen Götzen wie Fernsehen, Technik, Erfolg und Wohlstand in der Welt. Die Existenz Gottes, der sich vor über 2000 Jahren durch die Geburt und den späteren Tod von Jesus Christus gezeigt hat, scheint bei vielen Menschen in Vergessenheit zu geraten, sodass immer wieder neue Beweise gesucht werden, die die Existenz Gottes belegen. Nach den mittelalterlichen Gottesbeweisen durch Cicero, Anselm von Canterbury und Thomas von Aquin wurden weitere Hinweise durch die Unverweslichkeit von Heiligen, sichtbare Stigmata, Eucharistische Wunder und Nahtod-Erlebnisse bekannt. Auch die wundersamen Tücher Christi in Turin und Oviedo zeugen von der Existenz und dem Tod von Jesus Christus.

Viel Aufmerksamkeit erhalten auch die zahlreichen Marienerscheinungen, deren Wallfahrtsorte jährlich Tausende Menschen besuchen. Weltbekannt wurden inzwischen u.a die Gnadenorte in Guadelupe (Mexiko), Lourdes (Frankreich) , Fatima (Portugal) , Kevelaer (Deutschland), Tschenstochau (Polen) und Loreto (Italien), wo sich zahlreiche Heilungswunder ereigneten.

In Ergänzung dazu möchte ich mit diesem Flyer über den bisher recht unbekannten Ort PRAD in Südtirol berichten, in dessen Kiefernwald seit 2008 Marienerscheinungen bekannt wurden. Die nachfolgenden Texte zu den Botschaften in Prad habe ich zur Veranschaulichung jeweils mit einem Foto verdeutlicht. Alle Texte sind originalgetreu der Broschüre der Gebetsgruppe St. Josef in Prad entnommen und dokumentieren die dortigen 14 Ereignisse vom 08.07.2012 bis zum 08.08.2013. Seit 2006 zeigen sich der Barmherzige Jesus und die Mutter Gottes der Seherin Elisabeth Gurschler von der „Gebetsgruppe St. Josef“. Nach zwei Jahren Vorbereitung erscheint die Muttergottes im Februar 2008 im Kieferhain zu Prad, als „Apokalyptische Frau von der Sonne umkleidet“ .Sie steigt aus der brennenden Sonne hervor und berührt den Boden mit den Worten dass „…. Jesus sie hierher gesandt hat als Vorläuferin, um die treue Schar zu stärken, zu sammeln und vorzubereiten für seine zweite Wiederkunft.“ Seither ist an jedem 8.ten des Monats um 20.00 Uhr im Kiefernwald zu Prad die Gnadenstunde, in denen der Himmel für die Beter offensteht- so die Muttergottes. 14 öffentliche Erscheinungen und weitere Privatoffenbarungen an Frau Gurschler fanden seit dem 08.07.2012 dort statt. Der zuständige Bischof von Bozen/ Brixen wurde informiert und steht einem Kapellenbau wohlwollend gegenüber. Bis dahin muss die Kirche aber noch die Ereignisse prüfen.

In den Erscheinungen zeigt die Himmelsmutter zeigt auf den Heiligen Geist, den sie als seine Braut vermitteln darf, den wir besonders in der Endzeit zur Unterscheidung der Geister brauchen „ und durch das tägliche Rosenkranzgebet erhalten. Er ist die Waffe der Endzeit.“. Sie zeigt auf den Bußgürtel und wünschte ihn von Hand aus Hanf gewunden. Wer ihn demütig als Akt der Hingabe küsst (an ihrer 3,33 m hohen Statue) erhält als Geschenk eine tiefe Liebe zum täglichen Kreuz. Sie macht Mut für die nun kommende Zeit der Verfolgung und spricht die Spaltung der Kirche an, bevor sie gereinigt wieder aufstehen wird, um im Angesicht einer neuen Erde zu leuchten. Die Hauptanliegen der Gottesmutter von PRAD sind: die Stärkung der treuen Schar durch die Stürme dieser Zeit, das Gebet und Opfer für die Priester und die Sterbenden der Endzeit und das bewußte Leben mit den hl. Sakramenten, allen voran die hl. Eucha-ristie.

Stellungnahme aus der Diözese Bozen – Brixen (Originaltext)

Die Beschreibung von Marienerscheinungen und -offenbarungen hier klammert die klassischen von der kath. Kirche anerkannten Marienwallfahrtsorte aus und beschränkt sich auf Orte und Phänomene, die gegenwärtig noch umstritten und nicht offiziell von der katholischen Kirche anerkannt sind. Neuerdings macht eine Frau in Prad a. Stilfserjoch von sich reden: Dieser Frau, Elisabeth Gurschler, sei schon seit einiger Zeit die Muttergottes erschienen. Seit etwa einem Jahr sollen die Erscheinungen an einem bestimmten Tag des Monats in einem kleinen Waldstück bei Prad stattfinden. In einer Art Vision soll der Frau die „apokalyptische Frau mit der Sonne umkleidet“ erscheinen und eine Botschaft übermitteln. Die Botschaften enthalten Aufforderungen zu beten, umzukehren und Buße zu tun. Es ist aber auch von drohendem Unheil die Rede, was bei wohl einigen Teilnehmern Unbehagen hervorruft.

Die Diözese Bozen-Brixen hat in der Person des Generalvikars auch bereits darauf reagiert: Solche Botschaften bei angeblichen Marienerscheinungen müssten mit der Lehre der Kirche übereinstimmen, sie dürften der Frohbotschaft Jesu Christi nicht widersprechen und den Menschen nicht Angst machen. Sie sind als ‚Privatoffenbarungen‘ zu werten und bedürfen einer sachlichen Überprüfung; zudem darf das entsprechende Geschehen nicht zu einem öffentlichen ‚Kult‘ werden. Beim letzten Geschehen in Prad mit etwa 300 Anwesenden am 8. 8. 2013 um 20 Uhr gab die angebliche Seherin, Elisabeth Gurschler bekannt, dass in nächster Zeit keine Treffen mehr im Wäldchen stattfinden werden, die Begegnung mit der Muttergottes geschehe vorläufig nur im engsten Gebetskreis.

Auszüge aus der Zeitung „Der Vinschgauer“ erschienen am 24. Juli 2013
Von überzeugt bis sehr skeptisch

Hunderte strömen allmonatlich zu angeblichen Marienerscheinungen nach Prad. Elisabeth Gurschler: „Bin Seherin aus der Gnade Gottes“ Prad/Tschengls – Am Stammtisch, auf der Straße oder daheim: Schon seit Monaten wird in Prad, im ganzen Vinschgau und zum Teil auch darüber hinaus über angebliche Marienerscheinungen in der so genannten „Kultur“ in Prad gesprochen. Die Meinungen gehen stark ¬auseinander. Die einen glauben fest an die „Erscheinungen“, die anderen geben sich erstaunt, wieder andere hegen starke Zweifel und tun alles als „Lug und Trug“ ab, als Einbildung oder gar gezielte Irreführung. Neugierig sind ebenfalls viele. Der Vinschger war bei einer der „Erscheinungen“ mit dabei und hat mit Elisabeth Gurschler, die sich als Seherin bezeichnet, und mit Martin Georg Johann, dem Pfarrer von Prad und Lichtenberg, gesprochen. Hunderte Personen aus nah und fern Zur vorerst jüngsten „Erscheinung“ am 8. Juli sind mehrere hunderte Personen gekommen. Viele waren mit Bussen angereist.
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Etliche Vinschger sagen, sich das „Ganze“ nur aus Neugier ansehen zu wollen. Eine gebürtige Schlanderserin meint: „Hier in Prad erscheint die Maria und Ihr Vinschger geht nicht einmal hin.“ Zum Auftakt der öffentlichen Zusammenkünfte – sie finden seit über einem Jahr jeweils am 8. des Monats statt – zelebriert ein katholischer Kaplan aus Liechtenstein einen Gottesdienst im tridentinischen Ritus, momentan in der Pfarrkirche Agums. Betend zum angeblichen Erscheinungsort Anschließend pilgert die Schar betend in den Kiefernwald und zwar zu jener Stelle, „wo mir am 29. Februar 2008 die Mutter Gottes erstmals als ‚Apokalyptische Frau von der Sonne umkleidet‘ erschienen ist“, wie Elisabeth Gurschler behauptet. ……
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Als sie am 29. Februar 2008 betend durch den Kiefernwald gegangen sei, „trug mir die Mutter Gottes auf, eine Marienstatue in Auftrag zu geben. Auch die Maße teilte sie mir mit.“ Angefertigt hat die 3,33 m große Statue ein Grödner Künstler. „Die Statue wurde in Prad geweiht und die Mutter Gottes hat mir genau den Standplatz im Kiefernwald gezeigt, an dem sie in einer Kapelle aufgestellt werden soll“, so Elisabeth Gurschler. Die Statue steht derzeit in der Pfarrkirche von Tschengls. Frau Elisabeth Gurschler und Günther Theiner bilden zusammen mit Theiners Bruder Karl seit 2006 die „Gebetsgruppe St. Josef in Prad“ . Die Gemeinde hatte dem Bau einer Kapelle zwar zugestimmt, doch die Eigentümerin des Grundes, habe bisher abgelehnt. Dabei gäbe es bereits ein Skizze, „die ein Architekt genau nach den Maßen, wie sie mir Maria mitgeteilt hat, entworfen hat“, beteuert ¬Gurschler. Sie lebt in Prad, ist verheiratet und hat zwei Kinder. ………
Als Kernbotschaften an die Menschen nennt sie den Aufruf zur Bekehrung, zur Reinigung der Kirche und zum Gebet, vor allem für Priester. „Wir leben in einer Zeit eines großen Umbruchs, die Menschheit befindet sich in großer Drangsal.“ Mit einem drohenden Weltuntergang hätten die Botschaften nichts zu tun, auch nicht mit Patriotismus. Die Berufung auf den Schwur solle zur Erneuerung des Herz-Jesu-Bundes ermahnen.“

Nach den ersten Erscheinungen habe ihr die Mutter Gottes aufgetragen, für sechs Jahre „im Verborgenen zu leben und zu beten.“ Seit dem Juli 2012 hätten die Erscheinungen offiziellen Charakter. Elisabeth Gurschler schreibt unmittelbar nach jeder Erscheinung eine Botschaft nieder. Diese Botschaften werden laut Gurschler von einem katholischen Priester gegengelesen der diese ins Italienische übersetzt, sodass diese später in Form einer kleinen Broschüren erhältlich sind. …………………Wir nehmen freiwillige Spenden nur für Bilder und für die Botschaften entgegen. Für das, was der Himmel sagt, wird kein Geld verlangt. ………………. Was war ihre bisher schönste Erfahrung bzw. ihre schlimmste? Gurschler: „Das Schönste waren und sind die Erscheinungen. Das Schlimmste ist das Gefühl, als sündiger Mensch ohnmächtig zu sein und die Liebe der Muttergottes und von Jesus nicht besser und stärker aufnehmen zu können.“

„Die Amtskirche sagt weder Ja noch Nein, sagt ¬Gurschler: Wir hatten sowohl mit dem Bischof als auch mit dem Generalvikar Kontakt. Ihre Haltung ist grundsätzlich neutral. …… Wir jedenfalls fühlen uns im Einklang mit der katholischen Kirche. Es ist uns ein Anliegen, mit ihr zu gehen.“ Es sei ihr auch bewusst, „dass es viel Zeit für Untersuchungen und Überprüfungen braucht.“ Wäre sie bereit, solange zu warten, wie es etwa in Fátima gedauert hat, wo die erste Erscheinung auf 1917 zurückging und die Erscheinungen erst 1930 durch den Bischof von Leiria als „glaubwürdig erklärt und die öffentliche Verehrung Unserer Lieben Frau von Fátima gestattet“ wurden? Gurschler: „Ich werde immer im Dienst der Mutter ¬Gottes und von Jesus stehen.“

„Solange sie nur beten“ sagt Martin Georg Johann, der Pfarrer von Prad und Lichtenberg, wird sich bei einer der nächsten „Erscheinungen“ persönlich ein Bild vom ganzen Geschehen verschaffen, und zwar vom tridentinischen Gottesdienst und der Prozession bis hin zur „Erscheinung“ im Kiefernwald. Er will zunächst kein Urteil fällen, weder im positiven noch im negativen Sinn. ……… Grundsätzlich hält -Pfarrer Johann nur eines fest: „Wenn wir es tatsächlich mit echten Erscheinungen zu tun haben, wäre dies ein großes Geschenk des Himmels. Um das festzustellen, braucht es auf jeden Fall viele Untersuchungen und Zeit. Sollten sich die ‚Erscheinungen’ als unecht erweisen, so muss das Ganze sofort beendet werden…. Beten sei aber immer erlaubt und selten etwas Schlechtes so der Pfarrer.                                      Texte vom Redakteur Sepp Laner.