Große Basilika als moderne Arche

Entstehung

Die religiöse Entwicklung im Ort Krakau – Lagniewniki sowie die Verbreitung der Botschaft der Göttlichen Barmherzigkeit wurden durch den Selig,- und Heiligsprechungsprozeß der Schwester Faustina stark beeinflusst und vorangetrieben. Eine enorme Rolle spielte dabei Kartol Wojtyla, der als Papst Joh. Paul II. in Verbindung mit dem Krakauer Kardinal Macharski diese Stiftung der Barmherzigkeit gründete. Durch den großen Ansturm der Pilger setzte er sich dann für den Neubau eines angemessenen Kirchenraumes ein.

Nach Grundsteinlegung im Jahre 1999 wurde ein großer, ovaler KIrchenraum nach den Entwürfen des Architekten Ceckiewicz in nur 3 Jahren erbaut, der im August 2002 durch den Hl. Vater eingeweiht werden konnte. Der Bau erinnert in seiner Form an ein großes Schiff, das sich im übertragenen Sinne in unruhigen Gewässern befindet und durch den zuverlässigen Steuermann (Papst Joh. Paul II) in der Art einer modernen Bundesarche durch schwierige Gewässer (Zeiten) dirigiert wird. Das Schiff (die Kirche) soll den Menschen Hoffnung geben und in der schwierigen Zeit die Barmherzigkeit Gottes vermitteln.

In unmittelbarer Nachbarschaft zur Basilika befindet sich die Johannes Paul II. Aula sowie ein frei stehender Aussichtsturm mit einem Denkmal von Joh. Paul II, als Steuermann der Kirche in schwieriger Zeit und als Apostel der Barmherzigkeit.

Oberkirche

Der Kircheninnenraum zeigt ein durch mächtige Holzträger gestütztes Kirchendach, das wiederum von mehreren Rundsäulen und Wandsegmenten getragen wird. Zwischen den Wandsegmenten zeigen sich großflächige Glasmalereien, die in blauen und grünlichen Farben das äußere WAsser symbolisieren sollen, indem sich die Arche befindet, wobei die Gläser im unteren Bereich dkl. blau und nach oben immer heller werden.

Zum Chorraum hin öffnen sich die umlaufenden WAndsegmente und geben einen fast zylinderartigen Baukörper frei, der in einer lichtdurchfluteten Kuppel endet.

Der Kirchenraum, der rd. 4000 Besucher fassen kann, ist bewußt schlicht gehalten. Prominente Besucher kommen gern zu Festtagen und zum Fest der Göttlichen Barmherzigkeit.

Im Chorraum befindet sich ein vergoldeter Tabernakel in Form einer Weltkugel, der die moderne Welt symbolisieren soll. Seitlich davon sind mehrere Äste eines durch Wind zerzausten Baumes aus Bronze zu sehen, die wohl den aufkommenden Sturm in der heutigen Zeit symbolisieren. Über dem Tabernakel zeigt sich in moderner, abgetreppter Rahmung als Hauptbild der Kirche ein Gemälde des Barmherzigen Jesus. Dazu im Abstand links und rechts ein Gemälde des inzwischen heilig gesprochenen Papstes Joh. Paul II und gegenüber die Hl. Schwester Faustina.

Unterkirche

Im unteren Teil der Basilika befinden sich 5 Kapellen, die von versch. Nationen gestiftet wurden und die unterschiedlichen Zwecken und Bestimmungen dienen. Dazu zählen:

  • die Kapelle der Hl. Faustina, als Mittelpunkt der Unterkirche, die von den ital. BIschöfen gestiftet wurde und in einem Reliquiar sterbliche Überreste der Heiligen beherbergt.
  • die Hl. Kreuz Kapelle, die durch Zuwendungen der Kölner Diözese entstanden ist und ein großes Kreuz mit Dornenkrone und 14 Kreuzwegstationen des Künstlers Gerresheim zeigt.
  • die Kapelle des Apostels Andreas, die ein Geschenk der griechisch- katholischen Kirche ist und im vorderen Bereich eine Ikonostase sowie prächtige Wandmosaiken aufweist.
  • die Kapelle der schmerzhaften Muttergottes, als Geschenk der slowakischen Kirche mit einer ausdrucksstarken Pieta und Wandmalereien.
  • die Kapelle Communio sanctorum, als Geschenk der ungarischen Kirche mit prächtigen Mosaiken an den SEitenwänden mit Auszügen aus der Bergpredigt.
  • und schließlich die Anbetungskapelle im oberen Bereich direkt neben der Basilika mit dem Allerheiligsten Altarsakrament in Form eines brennenden Feuers.