Neue Gedenkstätte für Papst Joh. Paul II.

Errichtung und äußere Gestalt

Nach dem Tod von Papst Johannes Paul II., der von 1978-2005 die katholischen Weltkirche leitete, ist im polnischen Krakau- Lagniewniki, vor den Toren der Stadt die weltweit größte Gedenkstätte an den verstorbenen Papst errichtet worden. Das Papstzentrum gehört zu den bedeutendsten Kirchenneubauten in Polen und trägt den eindrucksvollen Titel Habt keine Angst !”.

Das Johannes-Paul.-II.-Heiligtum ist für die polnische Bevölkerung ein Ausdruck der tiefen Dankbarkeit gegenüber Gott, der ihnen diesen “einzigartigen Sohn Polens“, schenkte. Vor seiner Wahl zum Papst war Karol Wojtyla von 1964 bis 1978 Erzbischof von Krakau. Er selbst gehörte während der Zeit des II. Weltkrieges noch zu den Mitarbeitern der damaligen Chemiefabrik Solvay, auf dessen Grundstück nun dieses große Heiligtum errichtet werden konnte. 

Die Hauptinitiative für dieses Großprojekt ging bereits 2006 von Kardinal Dziwisz aus, der lange Zeit Privatsekretär von Papst Wojtyla war. Nach dem Baubeginn im Jahre 2008 wurden von der Erzdiözese Krakau für die 13.000 qm große Anlage etwa 30 Millionen Euro investiert, die teilweise durch Spenden aufgebracht wurden. Dazu zählten u.a. auch die verkauften „Kremowka papieska“, also die Sahneschnittchen, die der damalige Papst so gern mochte, von denen jeweils 25 Cents für das Bauvorhaben gespendet wurden. Den Grundstein weihte Papst Benedikt XVI.  während seiner Polen-Reise. Die Fertigstellung erfolgt bereits im Jahre 2013.

Schon beim Anblick der Außenhülle sprengt das religiösen Zentrums gewohnte Dimensionen. Dazu gehört ein zentraler achteckiger Kirchenraum (Oktogon) mit mehreren Annexbauten. Daneben steht ein etwa 30 Meter hoher Aussichts,- und Glockenturm.

Oberer Kirchenraum

Der obere Kirchenraum ist über 2500 qm groß und mit zahlreichen Mosaiken geschmückt, die der 59- jährige Künstler und Jesuitenpater Rupnik entworfen und angebracht hat. Dazu zählen Darstellungen aus dem Alten und Neuen Testament.

Im Obergaden zeigen sich versch. Szenen aus dem Neuen Testament u.a. die Ausbreitung böser Geister, das Abendmahl und die Hochzeit zu Kanaa.

An den Seiten der Oberkirche befinden sich 4 weitere Kapellen, die der Eucharistischen Anbetung, der Muttergottes aus Tschentochau, der Muttergottes in Guadelupe und einer Taufkapelle mit großem Kruzifixus.

Unter,- oder Reliquienkirche

Im Untergeschoss des Heiligtums befindet sich die zentrale Gedenkstätte für den verstorbener Papst Joh. Paul II. Deshalb wird diese Krypta auch Reliquienkirche genannt. Im mittig angeordneten Marmoraltar befindet sich ein kostbares Glasreliquiear mit Blut des verstorbenen Papstes.

Im Umgang der Reliquienkirche befinden sich weitere 8 Kapellen, die jeweils einem eigenen Patrozinium gewidmet sind. Dazu zählen

  • die Priesterkapelle mit der Grabplatte deserst. Papstes Joh. Pauls II.;
  • die Jakobuskapelle mit Bezügen zum Jakobs-Pilgerweg;
  • die Kapelle der Hl. Muttergottes von Ludzmierz;
  • die Kapelle der Muttergottes von Loreto;
  • die Kapelle der Muttergottes von Piekary Slaskie;
  • die Herz- Jesu Kapelle mit Gemälde des Hl. Herz Jesu;
  • die Kapelle zum Heil des röm. Volkes (Salus Populi Romani);
  • die Hedwigskapelle (Tu was Du siehst).