Kirchenmalerei und Neugestaltung

Die Kirchenmalerei ist ein Teil der dem Christentum verpflichteten christlichen Kunst und hat ihren Ursprung in den um das Jahr 200 entstandenen Wandmalereien der Katakomben in Rom und Neapel. Seitdem sind viele hundert Jahre vergangen und erst im 19. Jhd. wurde der Begriffs eines “Kirchenmalers” als Ausbildungsberuf fest etabliert. Heutzutage ist der Kirchenmaler ein Beruf für den kunsthandwerklich ausgerichtete Tätigkeiten mit der Fachrichtung Kirchenmalerei und Denkmalpflege.

Bildliche Darstellungen mit ihren von der jeweils umgebenden Kultur- und Kunstlandschaft geprägten Ausdrucksformen sind im Rahmen der Kunstgeschichte von ihrer Ikonographie (Inhaltsdeutung) her als christlich zu erkennen, wobei die frühen Wandmalereien in Kirchenchören und Andachtskapellen meist als Verständnishilfen für die Leseunkundigen galten. Im Mittelalter erweiterten sich die diesbezüglichen Ausstattungsmöglichkeiten um die christliche Tafelmalerei auf mobilen Trägermaterialien wie Holz oder Leinwand.

Die Kirchenmalerei schließt auch das kunsthandwerkliche Dekorieren von Wänden, Decken sowie Fassaden ein. Künstler und Handwerker gestalten und formen Ornamente und Profile, bemalen Skulpturen und legen bauplastischen Schmuck farbig an. Für diese kunsthandwerkliche Seite gibt es inzwischen den Lehrberuf des Kirchenmalers.