Hintergründe zur Entstehung der Doubletten

In den 70er und 80er Jahren des 20. Jahrhunderts wurden zahlreiche Kunstgegenstände aus Kirchen und historischen Gebäuden, insbesondere Skulpturen und Gemälde, in die Obhut von kirchlichen und staatlichen Museen überführt (transloziert). Die Gründe dafür lagen u.a. im Vandalismus der Zeit, der Notwendigkeit für eine sorgsamere  Aufbewahrung sowie die Präsentation der Objekte für ein breiteres Publikum.

So wurden besonders wertvolle und gefährdete Kunstobjekte unter Schutz gestellt und den Leihgebern eine originalgetreue Kopie (Abformung) angeboten, die nach dem Abguss originalgetreu farbig bemalt wurde. Es galt die Devise: “Wertvolle und gefährdete Kunstobjekte werden von ihren bisherigen Standorten transloziert und nach einer Konservierung im Museum unter Schutz gestellt; parallel dazu werden von den Originalen spezielle Abformungen angefertigt, die als farbig übereinstimmende Doublette wieder in den Kirchen aufgestellt werden.”

Für die Abformung der Skulpturen wurde eigens eine präzise Technik entwickelt, die später immer wieder verfeinert wurde. Dieses umfasste im wesentlichen 3 Schritte:

  • den Bau der Negativform aus Silikonkautschuk und Gipsstützkappen,
  • die Ausformung der Negativform mit Steinersatzmassen oder Kunstharzen,            
  • die weitere Farbfassung als originalgetreue Kopie oder Neufassung.