Konzeptionierung denkmalpflegerischer Aufgaben

Eigentümer von Denkmälern wissen nicht immer die richtige Vorgehensweise, wenn Maßnahmen an ihren Objekten notwendig werden. Steht das Objekt unter Denkmalschutz, so empfiehlt sich zunächst die untere Denkmalschutzbehörde (uDScHB) zu konsultieren, die meist bei der Stadt oder Gemeinde angesiedelt ist.

Bei fachlichen und denkmalpflegerischen Fragen verweist diese dann häufig an die mittlere Denkmalschutzbehörde, also das zuständige Landesdenkmalamt (z.B. in Münster für Westfalen), die dann durch ihre Kunsthistoriker, Architekten und Restauratoren eine fachliche Unterstützung anbieten.

Eine durchgreifende Konzeptionierung wird dann wichtig, wenn Grenzfragen der Restaurierung und Wiederherstellung zum tragen kommen. Dafür war derzeit ein großer Hochaltar in der City- Kirche zu Aachen ein gutes Beispiel, der über Nacht völlig abbrannte. Dabei stellten sich die Fragen der Wiederherstellbarkeit und Kosten auf der einen Seite sowie die Überlegungen zur Schließung dieser großen Lücke durch moderne Lösungen. Wir haben uns derzeit an den ersten Vorüberlegungen zur Kostenschätzung einer Rekonstruktion beteiligt, die anschließend aber wieder auf Eis gelegt wurde.

Wird daraus im späteren eine denkmalpflegerische Gesamtmaßnahme, so werden häufig kompetente Architekten mit der Organisation des Projektes betraut. Diese wiederum wenden sich an erfahrene Fachfirmen in der Denkmalpflege (Restauratoren, Kirchenmaler, etc.), die in Zusammenarbeit mit dem Architekten Restaurierungskonzepte erarbeiten, die anschließend durch Leistungsverzeichnisse an mehrere Bieter zur Kalkulation verschickt werden.

Es gibt aber auch zahlreiche historische Objekte, die nicht unter Denkmalschutz stehen und einer restauratorischen Behandlung bedürfen. Dazu zählen  Skulpturen, Gemälde, kl. Bildstöcke, historisches Hausinventar, die sich in Privatbesitz befinden. Auch für diese sollte zunächst ein fundiertes Konzept aufgestellt werden, damit angemessene Maßnahmen durchgeführt werden können.