Gott- ist einfach zu erkennen und schwierig zu übersehen

Inhalte

I) Gott und die Himmlichen Wesen

Sich Gott vorzustellen ist äußerst schwierig, da er für Menschen visuell nicht sichtbar ist und keinen Körper besitzt, deshalb ist seine Annahme als „Geistwesens“ zutreffender. Auch der frühe, im Konzil von Nizäa im 5. Jhd. gefasste Glaubenssatz, das Gott dreifaltig Einer ist, er- leichtert unsere Vorstellung nicht. Dennoch versucht die darstellende Kunst z.B. in der Taufszene am Jordan die drei Einheiten Gottes zu erklären. Denn gerade dort treten Gott Vater, Gott Sohn und Gott Hl. Geist bildlich und gemeinsam auf. Zu den himmlischen Wesen gehören zahlreiche Engelschöre, die in drei Hierarchien aufgeteilt sind und vor allem Gott preisen. In den unteren Chören befinden sich die Engel, die sich als Sendboten Gottes auch um den Schutz der Menschen kümmern.

II) Satan und das Böse

Neben dem Himmel als Ort der Ewigkeit und Nähe zu Gott gibt es auch die Hölle, einen Ort der großen Qualen und dazwischen das Fegefeuer als Reinigungsort für die Seelen. Als Gegenpart zum Guten gibt es auf der Erde auch das Böse, das landläufig als Teufel, Dämon oder Luzifer bezeichnet wird. Als Nachweis seiner Existenz gibt es in der Bibel sowohl im Alten als auch im Neuen Testament zahlreiche Hinweise. Der Mensch ist anfällig für seine Verführungskünste. Im Tagebuch der Hl. Schwester Faustina wird von berichtet, wie Sie durch einen Engel in die Hölle geführt wurde um für dessen Existenz Zeugnis abzulegen. In den Machtstrukturen unserer Welt werden Zeichen und Symbole erkennbar, die ein Streben nach künftiger Weltregierung durch wenige Personen erkennbar machen. Kontrollinstrumente behutsam überwacht werden.

III) Schöpfung und/ oder Evolution

Schöpfung oder Evolution – das ist die Kernfrage zur Entstehung des Weltalls, aber auch zur Beantwortung der Existenz Gottes. Die Bibel zeigt uns in der Genesis die Schöpfung des Weltalls, der Erde und aller Lebewesen durch Gott. Dieses wird uneingeschränkt von den Kreationisten in den USA übernommen. Auf der anderen Seite stehen die Evolutionisten oder Darwinisten, die eine Entstehung des Ganzen durch den „Big Bang“ oder „Urknall“ vertreten. Als „Königsweg“ zeigt sich der Evolutionistische Kreationismus, der Gott als Schöpfer des Weltalls und eine Weiterentwicklung durch Evolution benennt.

IV) Universum, Erde und Lebewesen

Im dem unendlich großen Universum wirkt unsere Erde als kleinster Punkt; dennoch ist sie derzeit der einzige Aufenthaltsort und Lebensraum für uns Menschen. Die kosmischen Strukturen unserer Sichtweise können in drei Bereiche untergliedert werden: die sehr großen Bestandteile des Makrokosmos, die sehr kleinen Teile des Mikrokosmos und in die in unserem Fokus liegenden Teile des Mesokosmos. Allein das perfekte Zusammenspiel zwischen Atmosphäre, Hemisphäre, Lufthülle, Klimazonen und Vegetation ist so hochkomplex, dass dies allein auf einen großen Schöpfer oder Organisator rückschließen lässt

Unsere Erde ist mit Land- und Wasserflächen ausgestattet, hat wechselnde Klimazonen und eine abwechslungsreiche Vegetation; sie ist dadurch ein ideale Lebensraum für uns Menschen. Durch die Bevölkerungsexplosion und den Forscherdrang hat der Menschen damit begonnen, sich außerhalb unserer Hemisphäre auch für fremden Planeten zu interessieren. Bisher konnten bei den Weltraummissionen noch kein Zeichen von außerirdischem Leben gefunden werden. Aus religiöser Sicht darf deshalb die Erde in gewisser Weise als ein Mittelpunkt des Universums angesehen werden.

Der Mensch gilt auf der Erde als Krönung der Schöpfung, nicht zuletzt wegen seines beseelten Geistes, der ihn zum Tier und Pflanzenreich wesentlich unterscheidet. Er besteht, vereinfachend gesagt, aus den drei Bestandteilen: Körper, Geist und Seele – wobei die letztere nach dem christl. Glauben unsterblich ist. Die Vielzahl der Tiere auf der Erde ist mannigfaltig und der überwiegende Teil besteht aus Insekten. Forschungen konnten feststellen, dass auch Tiere als beseelte Wesen gelten können. Die Pflanzen als dritte große Gattung schließen den Lebenskreislauf der Erde und gehören mit ihrem Nutzen zum Überlebensfaktor des Menschen.

V) Weltreligionen und Sekten

Religionen sind ein Begriff für unterschiedliche Weltanschauungen, dessen Grundlagen ein Glaube an transzendente Kräfte ist. Der Ursprung der Religionen liegt in der Altsteinzeit und bestand anfangs aus Naturreligionen, die sich an Sonne, Wind und Feuer orientierten. Erst ab ca. 2.000 v. Chr. entstanden die großen Weltreligionen des Hinduismus, des Judentums und des Buddhismus. Erst später kamen das Christentum und der Islam in der 1. Hälfte des ersten Jahrtausends hinzu. Die zurückliegenden Zeitepochen der Religionen zeigten häufig auch kriegerische Auseinandersetzungen. Insbesondere in den christlichen Kreuzzügen des Mittelalters, den bösen Machenschaften der Nationalsozialisten am jüdischen Volk sowie den heutigen Religionskriegen im Nahen Osten wird das feindliche Gegeneinander und die Intoleranz der einzelnen Gläubigen überdeutlich. Auch die terroristischen Anschläge in New York durch islamistische Hintermänner zeigen die Intoleranz gegenüber Andersdenkenden.

Gemäßigter scheinen die fernöstlichen Religionen zu sein, die sich im Hinduismus und Buddhismus offenbaren. So zeigt der indische Hinduismus insbesondere durch seinen Glauben an eine Wiedergeburt neue Wege der Erlösung auf, die von einer Vielfalt von Göttern begleitet wird. Auch der Buddhismus beruft sich auf eine Reinkarnation des Menschen, die dieser als unerleuchtetes Wesen ewig unterworfen ist. Die von den Religionen abgespaltenen Gemeinschaften werden Sekten genannt. Sie sind gegenüber den Weltreligionen als sehr gefährlich einzustufen. Gegenüber ihren Mitgliedern zeigen sie eine aufoktroyierte Struktur, die durch „Gehirnwäsche“ und ungewollte Abhängigkeiten zum Tode führen können.

Die Bibel gilt als das inspirierende Wort Gottes und als das am meisten gelesene Buch der Welt ist. Sie besteht aus zwei Teilen: dem Alten Testament, das die Entstehung der Erde und des Menschen beschreibt, aber auch das Verhältnis von Gott Vater zu seinem Volk Israel durch die Propheten. Im Neuen Testament kommt Gottes Sohn, Jesus Christus, auf die Erde und nimmt Menschengestalt an. Sein Sendungsauftrag besteht in der Verkündigung des Gottesreiches, wundersamen Heilungen und der Predigt zur Nächstenliebe. Das Wissen darüber wird von den vier Evangelisten beschrieben. Für den christlichen Glauben ist die Bibel ein festes Fundament. Deswegen werden bei der Hl. Messe und vor jeder Eucharistiefeier besondere Textpassagen aus der Hl. Schrift verlesen.

Dazu gehören auch die Heiligenverehrung, die Sakramente und die Gebetsformen. Als zentrale Elemente des Glaubens behalten die Eucharistiefeier und die Beichte immer ihre Gültigkeit. Durch die Ökumene versuchen die Christen eine Verständigung zwischen katholischen, evangelischen sowie orthodoxen Gläubigen zu erreichen. Zentrale Inhalte wie das Abendmahl bzw. die Eucharistie stellen aber weiter große Schwierigkeiten in der Annäherung dar.

VI) Katholische Kirche und Glaubensinhalte

Die Kath. Kirche ist die größte Teilkirche der Welt und wird vom Vatikan in Rom aus geleitet. An der Spitze steht der Papst mit der Kurie als Kirchenverwaltung. Durch Konzilien kann der Papst wichtige Beschlüsse zu Glaubens- und Verhaltensfragen fassen. Die Weltkirche der Katholiken umfasst etwa 5000 Bischöfe und 400.000 Priester, die in den einzelnen Ländern durch Diözesen, Dekanate, Pastoralverbünde und Kirchengemeinden untergliedert ist. Durch Mitgliederschwund und Priestermangel ist die Kirche in ihrer Substanz gefährdet. Wichtige Glaubensinhalte und tradierte Werte müssen in der Katholischen Kirche erhalten oder wiederbelebt werden.

VII) Wunder Christi und Mariens

Wunder sind übernatürliche Ereignisse, die sich rationell nicht erklären lassen. Bereits in der Antike wurden Weltwunder genannt, die sich aber überwiegend auf Bauwerke aus griechischer und römischer Zeit bezogen. Heutzutage ist durch die modernen Naturwissenschaften und die umfangreichen Forschungen vieles erklärbarer machen. Aus religiöser Sicht gibt es seit der Zeit Christi zahlreiche Wunder, die der Heiland selbst bewirkte; so zeugen diverse Heilungs-Geschenk-, Rettungs- und Strafwunder, aber auch einige Totenerweckungen von seinem göttlichen Handeln. Bedeutsam bis in unsere Zeit sind die zahlreichen Marienwunder in der ganzen Welt, die die besondere Stellung Mariens als Vermittlerin zwischen Himmel und Erde ausdrücken. Als Kern dieser Botschaften zeigen sich oft die bevorstehende Wiederkunft des Herrn sowie die notwendige Vorbereitung der Menschen. In den Wallfahrtsorten wird der vorhandene Glauben vieler Menschen an Gott und die Gottesmutter ersichtlich.

VIII) Historische Gottesbeweise

Die Suche nach einer Übernatur oder einem höheren Wesen ist so alt wie die Menschheit selbst. Seit dem im Mittelalter haben sich Philosophen über Gott konkrete Gedanken gemacht. So entstanden die historischen, ontologischen, kosmologischen, teleologischen und moralischen Gottesbeweise. Auch heute entdeckt man noch weitere Gründe, warum Gott existiert. Hinweise auf übernatürliche Kräfte kann man bei wunderbaren Handlungen die sich bei manchen Personen feststellen lassen. Dazu zählen die Unverweslichkeit von Toten, regelmäßige Stigmata, eucharistische Wunder, Nahrungslosigkeit bei Personen, wundersame Fotos und das Phänomen von eingebrannten Fingern.

IX) Außergewöhnliche Begebenheiten

Auch andere außergewöhnliche Phänomene führen uns zu Gott. Obwohl Nahtoderfahrungen, Grabtücher und Kornkreise zunächst wenig mit-einander zu tun haben, gibt es aus religiöser Sicht doch verblüffende Gemeinsamkeiten. Nahtoderfahrungen belegen, dass die betroffenen Menschen kurzfristig einen höheren Seinszustand einnehmen konnten. Ob diese Schwebezustände immer zu Gott geführt haben, bleibt allerdings offen. Die berühmten Tücher Christi wurden naturwissenschaftlich untersucht und können heute als echt erklärt werden. Das Grabtuch von Turin, das Schweißtuch von Oviedo und der Schleier von Manoppello sind echte Artefakte der damaligen Zeit und können als wirkliche Tücher Christi angenommen werden.

Die erstaunlichen Kornkreise in Südengland sind nicht den Launen von Rentner oder Jugendlichen zuordnen. Insbesondere im neuen Buch von Jay Goldner ist es gelungen diese Symbole einem höheren Ursprung zuzuordnen. Durch die Zuordnung und Überlagerung von zwei Kornkreisen in Südengland konnte das Christus-Antlitz des Turiner Grabtuches wiedererkannt werden. Jesus Christus selbst sagte in einer Erscheinung zu Schwester Valtorta: „Es wäre besser ohne die Notwendigkeit so vieler Beweise zu glauben. Es wäre besser zu sagen: Das ist das Werk Gottes.“

X) Göttliche Barmherzigkeit

Die Göttliche Barmherzigkeit entstammt den Erscheinungen von Jesus Christus an die Schwester Faustyna Kowalska im Jahre 1934 im Kloster zu Krakau-Lagniewiki. Mit diesen Erscheinungen von Jesus Christus war ein Sendungsauftrag an Schwester Faustina verbunden, der hieß: „Male ein Bild, von dem was Du siehst und schreibe darunter: Jesus, ich vertraue auf Dich. Dieses Bild soll zunächst in Eurer Kapelle und später auf der ganzen Welt verehrt werden“.

In diesem göttlichen Auftrag wurden seither zahlreiche Kirchen und Einrichtungen der Barmherzigkeit in Polen, als auch in der Welt gegründet. Auch in Deutschland sind sowohl in Paderborn- Marienloh, als auch in Elsen- Sande zwei Kapellen zu diesem Patrozinium gebaut worden, die sich regelmäßiger Besucher erfreuen.