Restaurierung von Gemälden und Tafelbildern

Die Arbeitsgänge bei Gemälden ähneln sich denen der Skulpturen, so fallen auch hier nach den Untersuchungen (z.B. UV- Untersuchungen, IR-Beleuchtung, Firnisproben) verschiedene konservatorische und/ oder restauratorische Maßnahmen an.

Die konservatorischen Maßnahmen, dienen wieder der Substanzerhaltung. Dazu zählen Festigungen und Hinterspritzungen  von aufstehenden Malschichten, die Reinigung von aufliegenden Verschmutzungen oder die Notsicherung von Beschädigungen im Bildträger.

Die weitergehenden restauratorischen Arbeiten am Objekt können den optischen Schauwert verbessern, was sich bei Gemälden häufig durch Abnahme der vergilbten  Firnisse zeigt. Fehlstellen in Leinwandgemälden wie Löcher oder Risse können rückseitig hinterspannt und mit einer passenden Leinwandintarsie geschlossen werden. Danach erfolgen die Strukturkittungen z.B. mit Wachskreidekitt und die farblichen Retuschen.

Bei Holztafelbildern, insbesondere mit rückseitigem Parkett, entstehen leicht Verwölbungen oder Risse. Auch hier ist der Umfang der Maßnahmen dem Zustand und der Notwendigkeit anzupassen. Als oberster Grundsatz der Restaurierung gilt auch hier: Nur so viele Maßahmen durchführen wie unbedingt notwendig ! Alle Maßnahmen sowie deren Materialien werden auch hier in einer Dokumentation festgehalten und später dem Auftraggeber, dem Architekten und der Denkmalbehörde ausgehändigt.

Abendmahl Christi, Holztafelbild, Renaissance – wohl 16. Jhd. museal restauriert