BERUFSBILD des RESTAURATORS

 

Ausbildung und Praktikum

Bevor ein Interessent den Beruf des Restaurators durch eine professionelle Ausbildung erlernen möchte, sollte er sich sicher sein, dass das Tätigkeits,- und Anforderungsprofil zu Ihm passt. Dabei hilft ein Überblick über die wesentlichen Aufgaben eines Restaurators, die neben handwerklichen und künstlerischen Fähigkeiten auch geschichtliche Hintergründe erfordern, die ein Interesse an Kunst, Kultur und Zeitgeschichte voraussetzt. Auch das Bewusstsein an z.T. unersetzlichen Objekten zu arbeiten ist eine wichtige Voraussetzung zur Ausübung dieses Berufes, um materiellen und immateriellen Schaden zu vermeiden. Für die Arbeiten am Objekt sind gute Augen, eine ruhige Hand und künstlerisches Geschick vorauszusetzen. Je nach Auftrag müssen Sie auch eine grundlegende körperliche Fitness besitzen, denn nicht jedes Objekt kann sitzend am Arbeitstisch restauriert werden. Manchmal arbeiten Sie zum Beispiel kopfüber an einer Decke oder müssen schwere Gegenstände tragen. Nicht zuletzt müssen Sie zu einer Teamarbeit bereit sein und sich mit Auftraggebern und wissenschaftlichen Anprechpartnern konstruktiv verständigen können. 

Bei vielen Arbeiten sollten Sie darüber hinaus Interesse an Recherchen, Analysen und Dokumentationen mitbringen. Des Weiteren zahlt sich ein grundlegendes Talent für das Verständnis von chemischen, biologischen und physikalen Prozessen aus, das für die modernen Arbeitsweisen unerlässlich sind. Vor geraumer Zeit und bis zum Jahre 2000 war es noch üblich vor einem Studiengang zum Restaurator und nach dem Abitur eine Zwischenstufe einzulegen. Diese bestand z.B. darin, in einem anerkannten Restaurierungs-betrieben ein 12.- bis 24.- monatiges Praktikum zu absolvieren, in dem die grundlegenden Arbeiten des Restaurator vermittelt wurden. Diese praxisnahe Grundausbildung hat sich in vielen Fällen bewährt, zumal zahlreiche Praktikanten der Fa. Ochsenfarth zu den Studiengängen der Akademien und Fachhochschulen zum Studium aufgenommen wurden. Mittlerweile hat sich die Gesamtsituation an den Unis und Fachhochschulen aber dahingehend verändert, dass ein Vorpraktikum nur noch für 12 Monate verlangt wird. Ob diese Regelung wirklich sinnvoll ist, möchten wir von unserer Seite doch bezweifeln, zumal durch die umfangreichen Anforderungen in diesem Beruf auch detaillierte Kenntnisse in anverwandten Berufen notwendig erscheint.  

Weiterbildung und Studium

Nach der Grundausbildung kann sich der Volontär für ein Studium an einer Fachhochschule oder Universität bewerben, wo er in 6 – 8 Semestern den Abschluß als Bachelor und / oder später auch Master erreichen kann. Folgende Schulen sind uns derzeit bekannt:

Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, Studiengang Konservierung und Restaurierung / Grabungstechnik- im Netz:  http://krg.htw-berlin.de
 
Hochschule für Bildende Künste Dresden, Studiengang Kunsttechnologie, Konservierung und Restaurierung von Kunst- und Kulturgut – im Netz: www.hfbk-dresden.de
 
Fachhochschule Erfurt für Thüringen, Fachbereich Konservierung und Restaurierung – im Netz:  www.fh-erfurt.de
 
Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Fachhochschule Hildesheim / Holzminden, Fakultät Erhaltung von Kulturgut, Fachbereich Konservierung und Restaurierung – im Netz:  www.hawk-hhg.de
 
Fachhochschule Köln, Institut für Restaurierungs- und Konservierungs-Wissenschaft – im Netz:  www.th-koeln.de
 
Technische Universität München, Lehrstuhl für Restaurierung, Kunsttechnologie und Konservierungswissenschaft – im Netz:  www.rkk.arch.tu-muenchen.de
 
Fachhochschule Potsdam, Fachbereich Architektur und Städtebau / Studiengang Restaurierung – im Netz:   www.fh-potsdam.de
 
Staatliche Akademie der Bildenden Künste, als erstes Institut für den Abschluß von Dipl. Restauratoren in Stuttgart – im Internet:  www.abk-stuttgart.de