Entwicklung

Bereits im 18. Jahrhundert wuchs der Wunsch nach Bewahrung von Zeugnissen der menschlichen Geschichte. Dann bekamen am Ende des 19. Jahrhunderts die preußischen Provinzen des Kaiserreichs eine neue Aufgabe zugewiesen und Albert Ludorff wurde der erste Provinzialkonservator Westfalens. Zunächst beschäftigte sich man dabei mit Kirchen, Klöstern, Burgen und Rathäuser, die man als die bedeutenden Leistungen der Kulturepochen bewertete.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts kam dann der Augenmerk auch auf bürgerliche Objekte wie Bauernhäusern, Mühlen und Scheunen. Als Höhepunkt dieser Entwicklung fand im Jahre 1975 das Europäische Denkmalschutzjahr statt, das den Denkmalbegriff auch auf Siedlungen, Gärten,  Industriedenkmale und historische Stadtquartiere einbezog. Die Denkmalpflege als solche ist inzwischen Sache der Länder, von denen jedes ein eigenes Denkmalschutzgesetz hat. Das Denkmalschutzgesetz für NRW stammt aus dem Jahr 1980. Weitere Institutionen arbeiten hauptamtlich und ehrenamtlich für den Erhalt bedeutsamer historischer Zeugnisse, so die Deutschen Stiftung Denkmalschutz oder das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz. Außerdem sind verschiedene Institutionen auch international vernetzt, so mit dem in London begründeten European Heritage Heads Forum.