Geschichte / Entwicklung

Bereits im Jahre 1870 gründete Christoph Ochsenfarth , der aus dem Eichsfeld stammte,  in der Hathumarstraße zu Paderborn eine kleine Malerwerkstatt, die sich auch auf die Lackierung von Kutschwagen spezialisierte. Sein Nachfolger Robert Ochsenfarth sen. erweiterte im Jahre 1927 das Geschäft um allgemeinen Malerarbeiten, die er hauptsächlich im Raum Paderborn ausführte.

Erst dessen Sohn Anton Ochsenfarth erweiterte nach dem II. Weltkrieg (ab 1945) die Leistungspalette der Firma um Kirchenmalerarbeiten sowie die Bearbeitung dessen Inventar.Dafür suchte er in den darauffolgenden Jahren weitere Spezialisten aus dem süddeutschen Raum und gewann dadurch Kirchenmaler, Stukkateure, Bildschnitzer und Restauratoren. Da der Bedarf nach dem Krieg sehr hoch war, wuchs die Firma in den nachfolgenden Jahren stark an, sodaß bereits  zum 100- j. Jbiläum im Jahre 1970  über 100 Mitarbeiter beschäftigt werden konnten. Durch die Größe der Firma und die Qualität der Mitarbeiter konnten zahlreiche bekannte und große Projekte bearbeitet werden u.a. die Burg Dankwaderode in Braunschweig, die Jesuitenkirche in Büren, die Malerarbeiten im Kölner Dom und später das Brandenburger Tor in Berlin.

Im Jahre 1988 übernahm mit Robert Ochsenfarth jun. als vierte Generation die Leitung des Betriebes, der zuvor eine Aus,- und Weiterbildung in den Denkmalämtern Münster und Bonn erfahren hatte und seine Meisterprüfung im Maler- und Lackierhandwerk abgelegt hatte. Da sich in den 90-er Jahren die Arbeitsgebiete der Firma weiter ausdehnten, wurden erste Überlegungen zu weiteren Standorten angestellt. Insbesondere die länger andauernden Baustellen führten schließlich zur Gründung von ersten Nebenstellen.

In Erfurt wurden seit den 80-er Jahren bereits in mehrjährigen Arbeitsprogrammen die Außenfassaden des Domes restauriert. Auch im Umfeld der Landeshauptstadt standen mehrere Aufträge zur Steinsanierung an. So erwarben wir im Gewerbegebiet Kalkreisse ein Baugrundstück und errichteten ein neues Betriebsgebäude. Einige Zeit später auch ein Restaurierungsatelier in der Magdalenkapelle, die zu diesem Zweck umfangreich saniert wurde.

Auch in Lübeck gab es seit vielen Jahren gute Kontakte zu den örtlichen Denkmal-behörden, insbesondere durch die Arbeiten in der großen Katharinenkirche; aber auch durch weitere Aufträge in den umliegenden KIrchen sowie einigen Treppenhäusern. So gründeten wir in der Wakenitzstraße einen neuen Standort mit einem Restaurierungsatelier.

Einige Jahre später folgten wir dem Ruf nach Berlin, nachdem eine Kirchengemeinde in Charlottenburg um ein Konzept für ihren KIrchenraum gebeten hatte. Daraus entwickelte sich ein erster größerer Auftrag, dem schließlich weitere Kirchen, aber auch Treppenhäuser folgten. Da sich die Kontakte dann weiter positiv entwickelten konnten wir einen passenden Standort in der Lohmühle zu Treptow anmieten.

Die zunächst letzte Niederlassung gründeten wir in Köln direkt am Rheinufer, da sich inzwischen einige größere Aufträge entwickelt hatten, zum einen in den romanischen Kirchen St. Kunibert und St. Andreas alsauch durch den Anstrich der Gewölbeflächen im Kölner Dom.

Im Jahre 1995 konnte das 125-j. Jubiläum gefeiert werden. Kurz vor der Jahrtausendwende im Jahre 2000 mußte die Firma allerdings durch die Annahme eines Großprojektes in Berlin einen großen finanziellen Rückschlag erleben, indem zahlreiche Forderungen an den Auftraggeber nicht mehr eingelöst wurden. Schließlich führte dieser Umstand bis zum Jahre 2002 zur Insolvenz und Auflösung der Gesamtfirma

Erst nach zwei weiteren Jahren gründete Robert Ochsenfarth im Jahre 2004 eine neue, kleine Firma im Paderborner Vorort Marienloh. In diesem Atelier werden seit dieser Zeit vorwiegend Skulpturen und Gemälde restauriert. Außerdem begann man mit der Inventarisierung und Einlagerung der privaten Kunstsammlung sowie der Neueröffnung eines modernen Schauraumes, wo vorallem Kunstgutdoubletten und Gemäldekopien, alsauch Eyecatcher und Neugestaltungen gezeigt werden.

Seit dem Jahre 2014 wurde auf dem Betriebsgrundstück ein ganz anderes Thema zum Inhalt der Tätigkeiten: die Verehrung der “Göttlichen Barmherzigkeit”. Dazu hatte bereits Anton Ochsenfarth in den Jahren 1992-93 eine Kapelle am Nesthauser See in Elsen errichtet. Nun wollte sein Sohn Robert dieses Thema fortführen und errichtete dazu im Außenbereich einen Bildstock Barmherzigkeit. Da dieser in den darauffolgenden Jahren durch Witterungseinwirkungen stark in MItleidenschaft gezogen wurde, begann er im Jahre 2019 mit der Errichtung eines neuen Gebäudes (Forum), das in Multifunktion (Kapelle, Vortragsraum, Kunstausstellung) dem Thema der Göttlichen Barmherzigkeit gerecht wird. Die Kapelle wurde im August 2021 offiziell eingeweiht.