Kreationismus aus evolutionistischer Sicht

Zwischen den bestehenden Konkurrenten in der Frage Weltherkunft, also der Gruppe der „Schöpfergläubigen“ und den „Anhängern der Evolution“  bildeten sich im 20.Jh. noch eine dritte Gruppe, die einen Erklärung im sog. „Evolutionistischen Kreationismus“ fanden. Der Evolutionistische Kreationismus sieht

Gott als Schöpfer,
der die Lebensformen mittels Evolution
erschaffen und weiterentwickelt habe.

Seine Anhänger halten die Evolutionstheorie für unzureichend und sehen das zusätzliche Eingreifen eines Gottes als zwingend notwendig an.

 

Stellungnahme von Wissenschaftlern

In dem Buch von Prof. Dr. Werner Schwemmler „Kosmos, Erde und Mensch“ werden sehr umfangreiche Ausführungen zum Thema Evolution und Schöpfung angestellt, die zu folgendem Ergebnis führen: „ …. Es erschließt sich die Vorstellung, dass der dreifaltige Gott als das Schöpfungs- und Evolutionsprinzip des Universums schlechthin angesehen werden kann und dass Gottes Sohn auf mystische Weise das Gestaltungsmedium für die materielle Evolution darstellt….. „ Die Evolution von Kosmos, Erde und Mensch kann nur in der Schöpfung und die Schöpfung kann nur in der Evolution begründet sein“.

 Ein weiterer Beitrag von Prof. Dr. Hans Kessler in seinem Buch „Evolution und Schöpfung in neuer Sicht“ rät in ähnlicher Weise vom absoluten Anspruch beider Positionen (Schöpfung oder Evolution) ab. Dazu einige Zitate: „Mir persönlich hat einiges geholfen, die Evolution und den Schöpfungsglauben zusammenzudenken… Die Evolution ist die Methode Gottes oder der Natur zur Schöpfung…..Die Natur, die Evolution und wissenschaftliche Weltbilder zwingen weder zu Atheismus noch zu Theismus . Gottesglaube und Materialismus sind alternative weltanschauliche Optionen. Der göttliche Urgrund ist die Grundvoraussetzung von Evolution und allem weltartigen Geschehen…“