Denkmalpflege am Bau

Die Baudenkmalpflege will lt. Definition historische Substanzen erhalten, um die gewonnenen Informationen, die sie daraus erthält, für die Zukunft zu sichern. Erhalten bedeutet dabei nicht etwa das Einfrieren eines bestimmten Zustands. Denkmäler lassen sich in der Regel nur dann erhalten, wenn sie auch genutzt werden und diese Nutzungen erfordern häufig bauliche Veränderungen. Möglichkeiten und Grenzen der Veränderungen müssen dabei immer erneut diskutiert werden, damit die denkmalwerten Eigenschaften und damit der historische Zeugniswert, der an die Substanz und das Erscheinungsbild des Objekts gebunden ist, nicht verloren geht. Die Nutzung eines Denkmals ist dann denkmalgerecht, wenn die Veränderungen möglichst substanzschonend und reversibel sind.

Um die vielfältigen Aufgaben der Denkmalpflege erfüllen zu können, braucht es unterschiedliche Kenntnisse und Erfahrungen. Fachleute für Architektur, Kunstgeschichte und Restaurierung wirken zusammen mit Handwerkerinnen und Handwerkern, Fotografinnen und Fotografen, Verwaltungsfachleuten u.a. für den Erhalt und die Nutzung von Denkmälern. Sie arbeiten in den Bereichen der Kunst- und Baudenkmalpflege, der Bodendenkmalpflege, der Gartendenkmalpflege, der Technischen Kulturdenkmalpflege oder der Städtebaulichen Denkmalpflege, je nachdem, um was für ein Denkmal es sich handelt.