Die Sammler

Anton Ochsenfarth (* 22.01.1926    + 27.12.2004)

Der Name von Anton Ochsenfarth ist sehr eng mit der Entwicklung der traditionsreichen Restaurierungsfirma Ochsenfarth verbunden. Dieser war Zeit seines Lebens Kunstsammler und Förderer der sakralen Kunst. So erwarb er im Laufe seines Berufslebens zahlreiche Einzelstücke oder Sammlungen von Künstlern.   Außerdem publizierte er dazu zahlreiche Bücher und Monographien, u.a.: Johann Georg Rudolphi, Barockmaler aus Brakel; Hugo Bürger, Metallbildhauer aus Paderborn; sowie das Paderborner Künstlerlexikon.

Bis zu seinem Tode im Jahre 2004 war der Großteil der Sammlung in einzelnen Depoträumen der  Paderborner Firma in der Salierstraße untergebracht. Zu seiner Sammlung gehörten rd. 450 Exponate, u.a: Gemälde und Tafelbilder sakraler Kunst, Skulpturen und Reliefs aus dem Kunsthandel, Kunstgutdoubletten aus eigener Herstellung, Künstlerentwürfe für Kirchen, Nachlässe von Künstlern wie Repke, Mischke und Bürger, sowie diverse Möbelstücke und Inventarien.

Nach seinem Tode im Jahre 2004 wurde die Sammlung in das neu errichtete Kunstdepot in Marienloh überführt sowie eine Inventarisierung vorgenommen, die das Sammelgebiet von Anton Ochsenfarth verdeutlicht. Im Jahre 2009 wurde eine Dokumentationsbroschüre aufgelegt, die die wesentlichen Objekte aus der Sammlung aufzeigt:

Anton-Ochsenfarth- Kunstsammlung

 

Robert Ochsenfarth   (* 23.08.1958)

Nach dem Tod seines Vaters (2004) überführte Robert Ochsenfarth die väterliche Kunstsammlung  in das neue erstellte Kunstdepot in Marienloh. Dabei wurden alle Objekte neu inventarisiert und fotografiert. Durch eigene Ideen und Vorstellungen von Kunstobjekten erweiterte sich die Sammlung.

So erwarb er von bekannten Künstlern weitere Gemäldekopien und Lithographien. Einige davon werden heute in dem neuen Ausstellungsraum der Firma präsentiert. Dazu gehören Werke  u.a. von:   Franz Marc „Turm der blauen Pferde“ , August Macke „Paradiesgarten“, Capendonck „zwei Stillleben“, Lucas Cranach „ Portraits“ und Vermeer „Briefleserin am Fenster“, etc.

Ab dem Jahre 2010 wurden die seit über 40 Jahren eingelagerten Kunstharzkopien ausgemottet und farbig neu gestaltet. Dabei wurden neue Wege gesucht, indem die Skulpturen durch expressive Farbigkeiten zum Eyecatcher umgewandelt wurden. Dadurch entstand eine erweiterte Sammlung von Skulpturen, die ein Kontrastprogramm zur väterlichen Sammlung darstellten. Dazu zählen:

* Eyecatcher: Skulpturen und Objekte mit expressiven Farbigkeiten, die als Blickfang und Hingucker; gelten, u.a. der Supermann, Mutter Teresa, Mao Tsdong, Josef von Klimt, Pieta nach van Gogh, Margaretha in Farben des Drachenwagens, Nepomuk in Deutschland, etc.

* Neugestaltete Skulpturen für Sakralräume, als dezente Hingucker; so die verschiedenfarbigen Trinitätsreliefs, das Figurenrondel, diverse Skulpturen und neu entworfene Kreuze.

* Umgestaltete Projekte, die sich zunächst unattraktiv zeigten und entsorgt werden sollten, dann aber durch künstlerische Umgestaltung zur Weiterverwendung gelangten.

Robert-Ochsenfarth-Kunstsammlung